Seit dem 12. Jahrhundert. . .

. . . wird ein Handelsverkehr auf dem Ratzeburger See und seinem Ausfluss, der Wakenitz, bezeugt.

In dem oft zitierten „Barbarossaprivileg‘ vom 19. September 1188 heißt es, dass den Lübeckern der Verkehr auf verschiedenen Wasserstraßen offenstünde; nach Osten auf der Stepenitz, nach Süden auf der Stecknitz und ebenso „usque ad stagnum racesburgense, et stagnum supra usque ad racesburgh“ – also bis zum Ratzeburger See.

Es war die Zeit, in der der Ratzeburger Dom erbaut wurde und sich eine größere Ansiedlung bildete. Sicherlich wird so mancher Kahn mit Ziegelsteinen oder mit Segeberger Kalk zum Dombau über diesen Wasserweg nach Ratzeburg gelangt sein.

Auch die Fahrgastschifffahrt hat eine lange Tradition. Schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es „Lustfahrten“ mit einem Dampfschiff auf dem Ratzeburger See. Um 1920 gab es einen festen Fahrplan für Fahrten auf den Ratzeburger See bis hin zur Hansestadt Lübeck. In dieser Tradition steht auch die gegenwärtige moderne Fahrgastschifffahrt auf den Ratzeburger Seen und der Wakenitz.

(Quelle: Chronik der Stadt Ratzeburg)